Buseinweisung für die Erstklässler

Auch wenn die meisten der Mädchen und Buben aus den drei ersten Klassen schon im Kindergarten vom richtigen Verhalten im Straßenverkehr gehört haben: Spannend ist es doch, wenn der Unterricht auf dem Schulhof stattfindet, wo zwei Busse geparkt sind.

 

Jeweils zehn ihrer Mitschüler stehen vor einem Bus. Die einen brav in der Schlange, die anderen bilden ein kleines Häufchen. "Drängelt nur richtig rein", ermutigt Zenker diese Kinder. Welches Grüppchen wohl als erstes im Bus ist? Es wird deutlich vor Augen geführt, dass Drängeln an der Haltestelle nichts bringt, gesittet geht es schneller.

 

Die Kinder lernen, dass es nicht nur an der Haltestelle, sondern auch im Bus auf das richtige Verhalten ankommt, wenn sie sicher und gut zur Schule und wieder nach Hause kommen wollen. Es kann ja gut sein, dass der Busfahrer mal plötzlich bremsen muss. Also: Wer sich im Bus hinsetzt oder festhält, ist bei einem Bremsmanöver besser dran.

 

Und dann wird es richtig spannend.  Obwohl ein Omnibus natürlich gute Bremsen hat, dauert es eine Weile, bis er vom Fahren zum Stehen kommt. Das liegt auch am Gewicht des großen Fahrzeuges. Nun folgt ein beeindruckendes Experiment: Ein mit Wasser prall gefüllter Kanister liegt vor einem Podest mit zwei großen Reifen, die langsam Richtung Kanister rollen. Die Kinder warten voller Spannung. Wird der Kanister heil bleiben? Nein, er platzt, das Wasser spritzt, die Kinder jubeln.

 

"Kinder, war das lustig?", fragt Franz Zenker. Und ob! Aber schnell ist Schluss mit lustig. Es könnte ja auch passieren, dass ein Kind unter die Räder des Busses kommt. Beim Rangeln und Drängeln an der Haltestelle oder beim unachtsamen Überqueren der Straße. Bei den Kindern herrscht plötzlich betretenes Schweigen. Hoffentlich bleibt den Kindern diese Schulbuseinweisung lange Zeit im Gedächtnis.

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