Buseinweisung

Unterricht an der Bushaltestelle, so hieß es für die Schülerinnen und Schüler aus den beiden ersten Klassen. Spannend, wenn der Unterricht dann sogar noch von einem Polizisten und zwei Busfahrern gehalten wird.

Bereits das richtige Einsteigen in den Bus ist entscheidend, wie die Kinder gleich zu Beginn feststellen: Immer zehn Mitschüler stehen vor einem der beiden Busse. Die eine Gruppe brav in einer Schlange, die andere in einem wilden Durcheinander. Wer wird schneller sein? "Drängelt nur richtig rein", ermutigt Franz Zenker die Kinder der zweiten Gruppe. Und bald wird deutlich, dass Drängeln am Schulbus nichts bringt, denn die Gruppe, die ordentlich in einer Reihe steht, ist schon lange im Bus und drückt die Hupe.

 

Auch lernen die Kinder, dass es nicht nur an der Haltestelle, sondern auch im Bus auf das richtige Verhalten ankommt, wenn sie sicher und gut zur Schule und wieder nach Hause kommen wollen. Wer beim Einsteigen mutig beim Busfahrer die Haltestellen erfragt, während der Fahrt ordentlich sitzen bleibt und sich gut festhält, kommt sicher ans Ziel.

 

Zum Schluss wird es interessant. Zwei Experimente zeigen den Kindern, welch Gewicht in einem Schulbus steckt. Denn obwohl ein Bus gute Bremsen hat, dauert es eine ganze Weile, bis dieser beim ersten Versuch wirklich zum Stehen kommt. Danach wird ein mit Wasser gefüllter Kanister vor eine Rampe gelegt, über die der Schulbus rollt. Die Kinder warten voller Spannung. Wird der Kanister heil bleiben? Nein, er platzt, das Wasser spritzt, die Kinder jubeln. "Kinder, war das lustig?", fragt Franz Zenker. JAAAAAA! Aber schnell ist Schluss mit lustig. Herr Zenker erklärt nämlich, dass der Wasserkanister genauso schwer wie ein Schulkind ist und dass es hoffentlich nie vorkommen wird, dass Kinder unter die Räder eines Busses kommen, weil sie an der Haltestelle unvorsichtig sind. Bei den Erstklässlern herrscht betretenes Schweigen. Diese Schulbuseinweisung wird bestimmt im Gedächtnis bleiben. 

 

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